Virtualisierte CATIA-Anwendung
Praxisbericht:
Teil 2
Teil 1
Mehr Dynamik fürs Geschäft
Der Proof of Concept der CEMA AG bei einem international renommierten Automobilzulieferer zeigt: Die Virtualisierung von CAD-Arbeitsplätzen macht Unternehmen schneller und flexibler.
Mit Erfolg hat die CEMA AG den abschließenden Proof of Concept für CATIA-Arbeitsplätze im WAN bei einem international renommieren Autozulieferer durchgeführt. Ziel war es, die mithilfe von Citrix-Technologie virtualisierte CATIA-Umgebung unter verschiedenen Netzwerkbedingungen ausgiebig zu testen. Hierzu wurden bei unterschiedlichen Bandbreiten und Latenzzeiten kleine, mittlere und große Teile von einer Dateigröße von 5, 50 und 125 MB in CATIA geladen und in Schritten von jeweils einem Grad um die eigene Achse rotiert. Darüber hinaus prüften die Anwender die virtualisierte Applikation, indem sie mithilfe der Space Mouse die Konstruktionsteile manuell drehten sowie hinein und heraus zoomten. Dabei sollten weder „Ruckler“ noch ein „Nachziehen“ des Objektes spürbar sein.
Hohe Performance macht flexibel

Sowohl bei Antwortzeiten und Funktionalität entsprachen die Ergebnisse den hohen Kundenanforderungen.
„Die virtuelle Applikation läuft im WAN fast genauso schnell wie auf lokalen Arbeitsplätzen.
Die Latenzen liegen unter 4 Millisekunden bei 4Mbit-Leitung pro User/Session“, berichtet CEMA-Consultant
Florian Gritschneder, der das Projekt vor Ort betreut. Die Anwender können sogar große Konstruktionsteile
wie Mittelkonsolen, die eine Dateigröße von über 100 MB haben, zuverlässig und unter den gewohnten
Arbeitsbedingungen an ihrem virtualisierten CATIA-Arbeitsplatz entwickeln, bearbeiten und überprüfen.
Für Unternehmen, die von den Vorteilen einer CAD-Virtualisierung profitieren wollen,
sei ein Proof of Concept essenziell, betont Gritschneder: „Es gibt zwar Richtwerte,
etwa für die Bandbreite. Doch erst das Durchtesten anhand eines Prototyps zeigt, ob tatsächlich
alle Anforderungen abgedeckt sind.“
Neue Geschäftschancen erschließen
Die Virtualisierung eröffnet zusätzliche Geschäftschancen: So lassen sich CATIA-Arbeitsplätze kurzfristig
an jedem Ort bereit stellen, an dem sie gebraucht werden. „Hohe Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität
werden immer wichtiger. Gerade die Autohersteller verlangen von ihren Zulieferern, dass deren Ingenieure
für den letzten Feinschliff am jeweiligen Produktionsstandort verfügbar sind“, sagt CEMA-Vorstand Rolf Braun.
Außerdem kann das Unternehmen sein Wertschöpfungsnetz dynamisch erweitern, indem es bei Bedarf
externe Entwickler durch den Zugriff auf eine virtualisierte CATIA-Umgebung einbindet. Hierbei
profitiert es von hohen Sicherheitsstandards: Da lediglich Bildschirminhalte, Tastatureingaben
und Mausbewegungen über das Internet laufen, verlassen die Konstruktionsdaten zu keiner Zeit
das zentrale Rechenzentrum, sondern liegen stets gut geschützt hinter der firmeneigenen Firewall.
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